Eltern sollten Medikamente grundsätzlich so aufbewahren, dass Kinder sich nicht ohne Weiteres Zugang zu ihnen verschaffen können, rät die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK). Obgleich die meisten Eltern dies wüssten, handelten viele fahrlässig, jedes Jahr aufs Neue komme es zu Vergiftungsfällen durch Medikamente – teils mit tödlichem Ausgang. Alle Arzneimittel müssten deshalb in einem verschließbaren Arzneimittelschrank aufbewahrt werden, der in mindestens eineinhalb Metern Höhe angebracht ist. Der Schlüssel dürfe nicht am Schrank stecken bleiben, sondern gehöre separat aufbewahrt.
Besonders Medikamente mit gefährlichen Wirkstoffen verfügen heute meist über eine Kindersicherung. Dennoch gelinge es Kinderhänden immer wieder, die kniffligen Verschlüsse zu öffnen, so die SBK. Eltern sollten sich deshalb nicht auf die Sicherung verlassen.
Ins Schränkchen gehörten auch die Verpackungen und Beipackzettel aller Medikamente. Sollte es doch einmal zu einer ungewollten Einnahme durch ein Kind kommen, könne der Arzt sofort die Inhaltsstoffe des Präparats nachlesen und Gegenmaßnahmen ergreifen. Eine mögliche Vergiftung erkenne man unter anderem an Symptomen wie Kopf- oder Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit oder Apathie. Generell gelte in einem solchen Fall: Ruhe bewahren! Es sollten dann umgehend ein Arzt und der regionale Giftnotruf kontaktiert und dessen Anweisungen Folge geleistet werden. Das gelte auch, wenn ein Kind keine Vergiftungssymptome zeigt.
