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Schatten aus der Flasche
Sonnenschein ist ungesund, besonders für Kinder. Wenn man es merkt, ist es schon zu spät, dann ist der Sonnenbrand da. Und später kommt der Hautkrebs.
Deshalb: Cremen, Cremen, Cremen, das raten Ärzte, Forscher, Apothekenblättchen jedes Jahr aufs Neue. Zwei Esslöffel sollten es schon sein pro Kinderkörper und am besten gleich morgens, ganz routinemäßig.
Mir ist dabei unwohl. Erstens sind in Sonnencremes Duftstoffe, Konservierungsmittel und andere Dinge drin, die nicht unbedingt gesund sind. Und – natürlich: UV-Licht-Filter. Entweder sind es so genannte ‚chemische‘ oder ‚organische‘, die nebenbei auch wie weibliche Geschlechtshormone wirken können.
Oder es sind ‚mineralische‘ Filter, die das Licht wie Spiegel reflektieren. Und ganz klein sind, nano-klein, und durch die Haut in den Körper schlüpfen können. Was sie dort machen? Das weiß man nicht genau, vermutet aber, es sei unbedenklich.
Zweitens habe ich mal nachgerechnet, wie die Cremes bei Kindern überhaupt wirken. Prinzipiell ergibt sich aus Lichtschutzfaktor mal Eigenschutzzeit die erlaubte Dauer der Sonneneinstrahlung. Kleine Kinder haben aber noch gar keine Eigenschutzzeit. Null. Deswegen sind sie ja so gefährdet. Und null mal LSF 5 oder 20 oder 40 ergibt: null. Die Kinder zu langen Sachen und Hüten zu verdonnern, mittags drinnen zu bleiben und sonst im Schatten wäre vielleicht der bessere Ratschlag.
Nur lässt sich Schatten schlecht in Flaschen füllen und verkaufen.

