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Politiker donnern los - mit Worten

Chaos-Truppe, Bremser, Pappfiguren: Wenn Politiker sich anpöbeln, dann ist meist politischer Aschermittwoch. An diesem Tag rempeln Politiker mit Worten durch die Gegend. Sie sprechen dann bei Versammlungen zu ihren Partei-Kollegen - und beschimpfen die politischen Gegner.

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Beim politischen Aschermittwoch teilen alle Parteien mal richtig aus. Foto: Tobias Kleinschmidt
 

Die sind natürlich nicht dabei. Doch richtig krumm sollen sich die Politiker die Angriffe gegenseitig nicht nehmen - so ist es Tradition.

Am Mittwoch kritisierte zum Beispiel die Partei FDP die Grünen. Doch auch die Grünen hauten mit Worten ordentlich auf die FDP drauf. Und die Partei SPD schimpfte über die Partei CDU. Die CDU gehört der Regierung an - auch deshalb bekommt sie ordentlich eins auf die Mütze. Und zwar von Parteien, die nicht regieren. Und warum das Ganze? Jede Partei findet, die andere macht Fehler und die eigene Partei ist einfach besser!

Die seltsame Tradition soll aus dem Ort Vilshofen in Bayern stammen. Dort trafen sich Bauern vor mehr als 400 Jahren auf einem Tiermarkt. Und dort wurde nicht nur gehandelt, sondern auch geredet und getratscht. Und später lästerten und schimpften die Leute dort auch mächtig über die Politik.

Politischer Aschermittwoch sagt man erst seit rund 90 Jahren dazu. Seit dem Jahr 1919 gibt es ihn jedes Jahr, mit einer längeren Pause dazwischen. Dabei ziehen die Politiker genau an dem Tag über ihre Gegner her. Und zwar wenn Fasching und Karneval zu Ende sind: am Aschermittwoch.

(DPA)


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