Sie setzten damit die Proteste fort, die sie mit Tausenden anderen Menschen am Samstag begonnen hatten. Mit Plakaten und Trommeln waren sie durch die Straßen gezogen. So demonstrierten sie gegen Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und gegen die Macht der Banken.
Denn manche Banken in Europa stecken gerade in Schwierigkeiten. Ein Problem, das dahinter steckt: Einige Banken gingen schlecht mit Geld um. Um besonders gut zu verdienen, setzten sie auf riskante Geschäfte. Nun könnten sie viel Geld verlieren oder sogar pleitegehen. Das wollen die Regierungen unbedingt verhindern. Denn wenn eine Bank zusammenbricht, kann das schlimme Folgen für andere Banken und für die Wirtschaft insgesamt haben. Unternehmen könnten sich dann zum Beispiel schwerer Geld leihen.
Deshalb wollen Regierungen Banken in Not retten und dafür auch viel Geld ausgeben. Das sei ungerecht, finden viele Demonstranten. Denn dieses Geld fehle dem Staat dann an anderen Stellen, etwa um armen Menschen in Deutschland zu helfen.
Nicht nur in Frankfurt, auch in anderen Städten in Deutschland und auf der ganzen Welt gingen am Wochenende Menschen auf die Straße, um gegen die Macht der Banken zu demonstrieren. Die Protestwelle begann schon vor einigen Wochen in den USA. Dort wird die Aktion «Occupy Wall Street» genannt. Das heißt übersetzt «Besetzt die Wall Street». Die «Wall Street» ist eine Straße in New York im Osten der USA: Sie ist das Zeichen für die Finanzwelt, zu der auch die Banken gehören.
