Der Amazonas-Flussdelfin ist genauso neugierig und lebhaft wie seine bekannten Verwandten aus dem Meer. Man nennt ihn auch Boto oder Inia.
Die Flussdelfine haben einen blaugrauen Rücken und eine rosarote Unterseite. Je mehr sie herumschwimmen, desto stärker leuchtet ihr rosa Bauch. Außerdem haben sie eine lange Schnauze, auf der Tasthaare wachsen. Damit können Flussdelfine ihre Beute auch im trüben Wasser ertasten. Sie ernähren sich vor allem von Fischen. Mit ihren weiter hinten im Kiefer liegenden breiten Zähnen können sie aber auch die Panzer von Krebsen und kleinen Schildkröten knacken.
Die Fischer des Amazonas jagen die Flussdelfine, weil sie befürchten, dass sie ihnen die Fische wegschnappen. Außerdem wird ihr Lebensraum immer mehr zerstört zum Beispiel durch Dämme und Kanäle. Die Flussdelfine können dann nicht mehr frei im Wasser umher schwimmen. Verschmutztes Wasser setzt ihnen außerdem zu und macht sie krank.
Glücklicherweise werden sie mittlerweile besonders geschützt. Der WWF hat sich zum Ziel gesetzt, für mindestens zehn Prozent des brasilianischen Regenwaldes einen gesetzlich abgesicherten Schutzstatus durchzusetzen. Dann können die Flussdelfine und viele andere Tiere sicher und ungestört leben.
