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eisvogel

Fliegendes Flussjuwel

Woher der Eisvogel mit dem langen schwarzen Schnabel nun seinen Namen hat, ist strittig. In jedem Fall hat es aber mit seinem Gefieder zu tun. Denn entweder leitet sich der Name vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab oder vom „Eisenvogel“.

Der Eisvogel hat ein schillerndes und farbenfrohes Gefieder. Foto: (Nabu/Manfred Delpho)
Foto: © NABU
Der Eisvogel hat ein schillerndes und farbenfrohes Gefieder. Foto: (Nabu/Manfred Delpho)
 

Sein blaues bis türkisfarbenes Rückengefieder etwa erinnert an Stahl, sein rotes Bauchgefieder an Rost.

Der Eisvogel ist recht einfach an seinem typisch rasanten Flug zu erkennen. Wie eine Rakete saust der Vogel dicht über der Wasseroberfläche entlang und verrät sich dabei meist durch den markanten Ruf „tjiih“. Auf einem Ansitz lässt er sich an stehenden oder ruhig fließenden, klaren Gewässern beobachten. Dort jagt er im Sturzflug vor allem nach Kleinfischen, im Sommer auch nach Insekten oder kleinen Fröschen und Kaulquappen. Trotz seines bunten Gefieders ist der Eisvogel über dem Wasser oder im Uferbewuchs bestens getarnt.

Zum Brüten und für die Aufzucht seiner Jungen braucht der Eisvogel lebendige Flüsse oder Bäche mit steilen Lehm- oder Sandwänden am Ufer. Daher dient er auch als sogenannter „Indikator“, also als Erkennungsmerkmal, für gesunde Gewässer. Er bezieht meist selbst gebaute Brutröhren in den Steilwänden. Da viele Bäche und Flüsse verbaut oder einbetoniert sind, finden Eisvögel oft keine geeigneten Brutplätze und sind nirgendwo häufig. Der Nabu setzt sich für die Renaturierung der Gewässer sowie eine Verbesserung der Wasserqualität ein und errichtet Eisvogel-Brutwände und künstliche Brutröhren.

(NABU)


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