Im Mittelalter glaubte man, dass Pflanzen, deren Äußeres eine Ähnlichkeit mit menschlichen Organen aufweist, eine besondere Heilwirkung für diese Körperteile haben. Heute weiß man aber, dass es sich bei Leberbeschwerden nicht lohnt, Lebermoos zu essen.
Lebermoose gibt es in vielen Formen und Farben. Manche tragen lustige Namen wie Igelhaubenmoos, Schiefmundmoos, Flachrandiges Geldbeutelmoos oder Nachtmützenmoos.
Doch wer setzt sich zum Schlafen Moos auf den Kopf oder welcher Igel watschelt mit einer Mooshaube durchs Gebüsch? Die Botaniker, die diese Moosarten benannten, haben das typische Aussehen der Moose einfach mit sehr viel Fantasie in die Namensgebung mit einbezogen.
Moose gehören zu den ältesten Landpflanzen der Erde. Manche Arten gibt es schon seit 350 Millionen Jahren. Sie haben keine Wurzeln, sondern wurzelartige Haare, mit deren Hilfe sie sich im Untergrund verankern und auch Wasser aufnehmen können.
Lebermoose wachsen oft an Quellen, Bachläufen oder kleinen Wasserfällen im Wald, meist auf schattigem, felsigem Untergrund.
Doch leider sind auch unter den Lebermoosen einige Arten selten geworden, weil ihre Lebensräume zunehmend zerstört werden. Darum setzt sich der NABU auch für den Schutz der Lebermoose ein.
