Sie hat sich ihre blaue Sportjacke übergezogen. Und in den Händen hält sie zwei Laufstöcke. Laufen kann sie aber trotzdem gut, denn sie trägt eine Prothese . Das ist ein künstliches Bein voller Technik.
Als Asha ihr Bein verlor, war sie sieben Jahre alt. Damals lebte sie in dem Land Uganda in Afrika. Der Unfall passierte, als sie vor einem Löwen weglief. Dabei prallte sie mit einem Radfahrer zusammen und brach sich ein Bein. Weil das Bein falsch behandelt wurde, musste es kurz darauf abgenommen werden. Ärzte nennen das: Amputation. Jahrelang musste sie dann ohne Prothese klarkommen.
Über ihr Leben hat Asha nun ein Buch geschrieben. Es heißt «Tochter der Kriegernomaden». Damit will sie anderen Menschen zeigen, wie man mit viel Mut, einem starken Willen und großer Lebensfreude alles schaffen kann.
Und wie kam sie als Kind damit klar, nur ein Bein zu haben? «Ich bin erst mal auf einem Bein gehüpft», erinnert sich Asha. Das ging ganz gut: «Ich konnte wie die anderen spielen und auf Bäume klettern.» Erst ein paar Jahre nach dem Unfall bekam sie Krücken. Später schnitzte ihr Vater dann eine einfache Prothese aus Holz.
Damit konnte Asha ihr Leben noch besser meistern. Sie machte unter anderem eine Ausbildung im Hotel. Irgendwann kam sie dann nach Deutschland, wo sie heute lebt.
