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ganztagsschule

Schüler wollen mitreden

Morgens Deutsch, Mathe und andere Fächer, nachmittags Singen, Rudern oder extra Mathe. Schulen, die den ganzen Tag über etwas anbieten, nennt man Ganztagsschulen.

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Natalie Fischer kennt sich mit Ganztagsschulen gut aus.
 

Für solche Schulen hat die Politik schon viel Geld ausgegeben. Es soll nämlich noch mehr Ganztagsschulen geben, damit Schüler sich noch mehr schlau machen können oder nicht nur zu Hause abhängen. Fachleute haben jetzt mit Schülern aus Ganztagsschulen gesprochen - und unter anderem geschaut: Welche Angebote nutzen die Schüler und wie zufrieden sind sie damit. Ihre Ergebnisse haben die Experten in einer Studie aufgeschrieben. Auch Natalie Fischer war an der Untersuchung beteiligt. Hier erzählt sie, wie Kurse aussehen müssen, damit Schüler gerne hingehen.

Was für Angebote gibt es überhaupt?

Natalie Fischer: «Es gibt ganz verschiedene. Manche haben etwas mit dem Unterricht zu tun, zum Beispiel ein extra Mathekurs. Oder wenn man im Unterricht etwas über Strom lernt, dann gibt es dazu noch ein Projekt. Dort kann man dann etwas bauen, mit dem man selbst Strom erzeugen kann. Und dann gibt es noch Angebote, die ganz vom Unterricht weggehen: Zum Beispiel eine Mofa-AG. Da lernt man dann, wie man selbst ein Mofa repariert.»

Wie sieht's mit Sport aus?

Natalie Fischer: «Die meisten Angebote betreffen den Sport: In Grundschulen ist das etwa die Ball-AG. An Schulen wie dem Gymnasium können es Sportarten wie Fußball, Basketball oder auch mal Rudern sein. Und dann gibt es noch Angebote, die mit dem Sozialen zu tun haben. Dort lernt man zum Beispiel, wie man anderen Kindern helfen kann, die Probleme haben. Und natürlich gibt es auch Angebote für Musik und Kunst.»

Welche Angebote werden am meisten besucht?

Natalie Fischer: «Viele Schüler gehen zum Sport oder nutzen die Freizeitangebote. Weniger oft machen sie die Sachen, die auf den Unterricht bezogenen sind.»

Wie müssen die Angebote sein, dass die Schüler gerne hingehen?

Natalie Fischer: «Es ist den Schülern wichtig, dass sie mitreden dürfen. Das muss auch in Zukunft noch stärker von den Lehrern so gemacht werden. Und es ist ihnen wichtig, dass sie sich mit dem Betreuer des Angebots gut verstehen. Zudem sollte das Angebot möglichst interessant gemacht sein - eben so, dass man Lust hat mitzumachen.»

Es gibt ja unterschiedliche Ganztagsschulen. Worin unterscheiden sie sich?

Natalie Fischer: «Es gibt welche, die nennen sich "voll gebundene Ganztagsschule". Da muss jeder Schüler an den Angeboten teilnehmen. Und dann gibt es die "offenen Ganztagsschulen": Da entscheiden die Eltern und Schüler, ob der Junge oder das Mädchen an den Angeboten teilnimmt oder nicht. Und es kann auch festgelegt werden, wie oft der Schüler hingeht - vielleicht nur zweimal in der Woche.»

(DPA)


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