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Parfait statt Pudding

Poularde? Parfait? Neben französischen Fachbegriffen lernten die Familien Thünte, Bruns, Lilienbecker und Reinermann bei der jüngsten Auflage der yango-family-Familienkochschule schmackhafte Rezepte kennen – und hatten riesig viel Spaß.

familienkochschule | Parfait statt Pudding
Foto: © Michaela Töns
 

Pudding in den Armen? Das war vielleicht einmal so. Seit Samstag haben Niklas Bruns (10), sein Bruder Noah (8) und Malte Reinermann (7) Muckis in den Armen. Und einen französischen Begriff der Haute Cuisine im Wortschatz. Für ein traumhaftes Nugatparfait haben sich die drei – freilich mit väterlicher Hilfe – einen Wolf gerührt.

Selbst gemachtes Eis?! Was entweder große Fragezeichen in die Augen treibt oder den Griff zum Autoschlüssel auslöst, um die nächste Eisdiele anzusteuern, ist für vier Familien aus dem Münsterland seit dem vergangenen Wochenende ein Klacks: Sie haben an der zweiten Auflage der yango-family-Familienkochschule teilgenommen. Unter der Anleitung von Küchenchefin Birgit Berning und ihrem Team vom Hotel-Restaurant „Driland“ in Gronau sowie Holger Wegmann vom Köche­club Münsterland entdeckten Mütter, Väter und Kinder aus Gronau, Laer und Borghorst das Leben in einer Großküche, spannende Zutaten (durch die Unterstützung des SuperBioMarktes) und wissenswerte Kniffe, die die Profis tagtäglich anwenden.

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Auf dem Speiseplan: Bärlauchsuppe, marinierte Poularden mit Tomatenchutney und Kartoffelgnocchi und zum Schluss eben das Nugatparfait. Doch vor dem großen Genuss stand die Auseinandersetzung mit den Flattermännern. „Poularde ist eigentlich nur der französische Begriff für ein großes Hähnchen“, verriet Köchin Melissa Bluhm ihren neugierigen Eleven, als sie Brust und Keulen zu Demonstrationszwecken auslöste. Danach gings für die Teilnehmer selbst an die Messer. „Normalerweise macht das Papa“, plauderte Nora Lilienbecker über die heimische Küchenposten-Verteilung – und zerlegte nahezu mühelos das Geflügel.

Rollenwechsel in der Küche? Die hat Familie Thünte aus Laer hinter sich: Seit einigen Wochen steht bei Marion, Ulrich und den Söhnen Felix (10) und Harry (9) regelmäßig ein perfektes Dinner auf dem Plan – und meistens auch auf dem Tisch. Kein Wunder, dass Felix daher als Führender der familieninternen Gesamtwertung (er punktete mit Schnitzeln und Eis) locker und lässig die Poulardenkeulen marinierte, ohne mit dem Pinsel zu zucken. Kochen? Total easy!

Und damit es demnächst auch zu Hause noch runder läuft, nutzten die Erwachsenen die Gelegenheit, die Profis mit Fragen zu löchern: Wie gelingt eine klare Brühe? Wie gibt man ihr dann eine schöne Farbe? Und wie gelingt die Mehlschwitze wirklich? Den Familienköchen gelang in der Hotelküche alles – von der Suppe mit dem Frühlingskraut bis hin zum Parfait.

(Michaela Töns)


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