Viel Kummer und mögliche Fehlentwicklungen könnten vermieden werden, wenn rechtzeitig auf die speziellen Probleme der Kinder eingegangen würde – davon sind die Verantwortlichen überzeugt. 2009 hat die Einrichtung deshalb das Beratungs-Projekt „Kinder begegnen Krebs“ aufgebaut – betroffene Familien sollen auf diese Weise bei der Bewältigung einer Krebserkrankung und ihrer Folgen unterstützt werden. „Ziel unserer Beratung ist es, dass Belastungsreaktionen und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen vorgebeugt wird oder diese möglichst zeitnah aufgefangen werden können“, so die Verantwortlichen bei der Beratungsstelle. „Oberstes Gebot im Umgang mit den Kindern“ sei „Ehrlichkeit und Offenheit“.
Durch die Beratung können angehörige Kinder und Jugendliche unterstützt und entlastet, die Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern verbessert und so die Bedürfnisse der Einzelnen im Familienalltag besser berücksichtigt werden. „Damit steigt das Wohlbefinden der gesamten Familie, und alle können aus dieser sehr schwierigen Lebenssituation gestärkt hervorgehen.“
Die Beratung ist vertraulich, kann auch anonym stattfinden und ist kostenfrei. Seit dem Start des Projektes hätten mehr als 60 Familien umfassend unterstützt und begleitet werden können. „Sie fühlten sich mit ihren Fragen und Schwierigkeiten gut aufgehoben, gewannen an Sicherheit, und die Kommunikation in den Familien über die Krebserkrankung und alles, was damit zusammenhängt verbesserte sich deutlich.“
