Zurück zur Übersicht
musik

Wenn die Kleinen rocken

Babys können noch nicht sprechen, doch Musik verstehen sie schon ziemlich gut. So bietet es einige Vorteile, wenn Eltern ihr Kind früh damit vertraut machen.

musik | Wenn die Kleinen rocken
 

Zuerst ist es ein zufriedenes Glucksen, später leuchten die Augen, und es wird vielleicht noch zögerlich mit den Händen geklatscht. Schon die Allerkleinsten erfreuen sich sichtbar an Musik, wenn Mama das müde Baby in den Schlaf singt oder Papa mit dem Einjährigen Kniereiterspiele macht. „Jedes Kind hat ein angeborenes musikalisches Potenzial“, sagt die Pädagogin Stephanie Riemenschneider und empfiehlt eine intensive Begegnung mit der Musik. „Je früher und je reichhaltiger das Angebot, desto besser.“

Babys und Kleinkinder hätten noch keine festen Musikvorlieben, seien an fast allen Klängen interessiert und staunten über die unterschiedlichen Töne, Lautstärken und Rhythmen. „Also sollte man ihnen eine möglichst breite Palette an Musik anbieten, egal, ob Rock, Folk oder Klassik.“ Dabei reiche es nicht bloß, eine CD in die Stereoanlage zu schieben – das Lernen von Musik brauche ein lebendiges Gegenüber. Läuft beispielsweise das Radio, könnten die Eltern das Baby auf den Arm nehmen, sich wippend mit ihm bewegen und singen. Die Kinder reagierten darauf in Form von eigenen musikalischen Lauten, so Hendrike Rossel vom Verband deutscher Musikschulen. Dieses mal hohe, mal tiefe Glucksen könnten Eltern ruhig aufgreifen und nachahmen – das Baby fühle sich verstanden und animiert zum Weiterglucksen.

Dabei stören falsche Töne bei Mama und Papa nicht – wichtig sei es, die Freude an der Musik zu vermitteln. Auch Musikschulen bieten altersgerechte Kurse an. Experten sehen viele Vorteile darin, Kinder und Musik zusammen zu bringen „Wer den Rhythmus mit dem Körper erfährt und umsetzen kann, hat es später leichter, ihn auf ein Instrument zu übertragen. Durch Kurse werden außerdem Körperwahrnehmung und Sprache gefördert“, sagt die Musikpädagogin Sabine Hirler. Hendrike Rossel schlägt vor, Kinder im Grundschulalter ein Instrument erlernen zu lassen. „In der Pubertät kann das Kind die Musik nutzen, um Gefühle auszudrücken. Das ist ein gutes Rüstzeug für die Hochs und Tiefs im Leben als Jugendlicher.dpa

(dpa)


Kommentare