Heute heißt die Sommerrodelbahn Trapper Slider, hat sich technisch und in Sachen Geschwindigkeit ziemlich aufgebrezelt, und in ihren Hartschalensitzen hat der Fahrer ein wenig das Gefühl, als säße er in einem dieser Flieger des damals legendären Kampfsterns Galactica. Jedenfalls in genau dem Moment, wenn die Seilwinde das Gefährt aushakt und die schnellsten 1,3 Kilometer vor einem liegen, die man je durch einen dichten Wald gefahren ist.
Es ist ein bisschen wie Fliegen, da die Bahn immer rund zwei bis drei Meter über dem Waldboden bleibt. Die beiden Knüppel links und rechts sind dazu da, das Gefährt zu bremsen. Spätestens unten angekommen, weiß jedes Bordmitglied wieder, dass man sich im Freizeitpark Fort Fun in Bestwig im Sauerland befindet. Die Galactica ist weit entfernt, aber die Fahrt mit der Sommerrodelbahn – oder heute Trapper Slider – macht immer noch genau so viel Spaß wie vor 25 Jahren. Auch der fünfjährige Sohn ist begeistert, während die Jüngste außen vor bleibt. Mit ihren drei Jahren kommt sie etwas zu kurz, was durchaus mit ihrer Größe zusammenhängt. Unter 90 Zentimetern bleibt so manche Attraktion für den Nachwuchs aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Die Wartezeiten, um den Erstflug im Trapper Slider, Wild Eagle (Drachenflieger), Devils Mine (Achterbahn) oder eines der anderen Attraktionen in Angriff zu nehmen, halten sich im Rahmen, so dass auch eine zweite Tour durchaus drinsitzt. Im Hochsommer, so lassen es die Absperrbänder erahnen, braucht es mehr Geduld, um den Fahrspaß genießen zu können. Wer glaubt, er könne die rund 40 Attraktionen des Fort Fun alle mehrfach nutzen, der ist sowieso schief gewickelt. Das ist in einem Tag kaum zu schaffen.
Auch wenn der Freizeitpark 38 Jahre alt ist: Seine Attraktivität hat nicht nachgelassen. Freizeitparks muss man mögen oder man hasst sie. Die, die sie mögen, die finden in Fort Fun Abwechslung pur. Sicher ist dem Park an manchen Stellen anzusehen, dass er einige Jahre auf dem Buckel hat. Die Eigentümer haben aber offensichtlich immer wieder investiert, so dass auch die Jugendlichen heute dort ihren Spaß haben können. Dafür braucht es aber, wie in fast allen anderen Parks auch, eine gut gefüllte Geldbörse. Oder einen mit Essen und Trinken gefüllten Rucksack. Gelegenheiten, sich mit seinem Mitgebrachten niederzulassen, gibt es reichlich. Sogar ein Grillplatz ist vorhanden.
