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high hill münster

Geburtstagsfeier am Seil

16 Meter, 24 Meter – Kinder meistern jede Kletterwand. Dabei lernen sie spielerisch, Verantwortung für andere Personen zu übernehmen. yango-family-Autor Uli Schaper hat das „High Hill“ in Münster getestet.

high hill münster | Geburtstagsfeier am Seil
 

Das Einbinden in den Klettergurt scheint einigen der Kinder in der „High-Hill“-Kletterhalle leichter zu fallen als die Schleife am Schuhwerk. Ein kurzer Partnercheck: Knoten richtig? Hält der Sicherungspartner das Seil? Dann kann es losgehen. Äffchengleich bewegt sich Leon Zur Horst die etwa 16 Meter hohe Kletterwand empor – scheinbar mühelos und offensichtlich ohne jegliches Gefühl von Angst. „Wieso auch, ich werde doch gesichert“, sagt Leon und blickt vertrauensvoll zu seinem Seilpartner Alexander Sprick.

Was bei den Kleinen so spielerisch wirkt, fällt vielen Erwachsenen oftmals schwer. „Kinder machen sich nicht so viele Gedanken. Die sehen die Griffe und ziehen sich da hoch“, erklärt Malte Flatau, Jugendleiter des DAV. „Meist machen sich die Eltern mehr Sorgen als die Kids.“

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Dabei gibt es bei den Fliegengewichten ganz andere Probleme als die eines Sturzes: „Einige Kinder sind so leicht, dass die Reibung der TopStop-Systeme zu groß ist – die kommen dann nur sehr langsam wieder unten an.“

Die Kletterhalle bietet rund 1000 Quadratmeter Kletterfläche und ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Einen Vorstiegsbereich für Fortgeschrittene und einen Anfängerbereich. Neueinsteiger müssen zunächst einen Kurs machen (Dauer: etwa 15 Minuten), bei dem von geschulten Trainern wichtige Sicherungsregeln, das Einbinden mit dem Doppelachterknoten und der Umgang mit dem Sicherungssystem vermittelt werden.

Immer mehr Kinder und Jugendliche tummeln sich insbesondere an den Wochenenden in der Halle. Die Betreiber haben reagiert und bieten Eltern die Möglichkeit, eine Geburtstagsfeier für ihre Kinder auszurichten. Klettern mit verbundenen Augen, eine Schnitzeljagd und knifflige Routen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Der Lärmpegel zu Beginn einer solchen Feier nimmt erfahrungsgemäß nach und nach ab – das Klettern ist anstrengend. Kräfte sammeln können die Kids zwischendurch bei der mitgebrachten Verpflegung.

Beim Klettern steht aber noch mehr als nur der Spaß und im Vordergrund. Kinder und Jugendliche, die sich gegenseitig sichern, tragen füreinander Verantwortung. Sportlehrer Albert Lüttmann vom Gymnasium Martinum in Emsdetten geht daher auch mit seinen Schülern hier klettern: „Für den Zusammenhalt der Gruppe ist so eine Aktion nur gut. Abgesehen davon ist das eine tolle Abwechslung zum Schulalltag.“

Attraktionen: Einer der größten Hochseilgärten in der Region (nur im Sommer), Ferienwochen für Kids (in Oster-, Sommer- und Herbstferien) sowie ein 150 Quadratmeter großer Boulder-Bereich.

Alter: Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren dürfen nur unter Aufsicht eines Erwachsenen sichern, Kinder unter 10 nicht.

Familienfreundliche Ausstattung: Auf der Galerie sind zahlreiche Sitzgelegenheiten. Es gibt spezielle Angebote für Kindergeburtstage.

Adresse: „High Hill“-Kletterhalle und „High Act“-Hochseilgarten, Salzmannstraße 140, 48159 Münster, Telefon: 02 51/23 96 677, E-Mail: info@high-hill.de, Internet: www.high-hill.de und www.high-act.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 14 bis 23 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 23 Uhr.

Eintritt: Tageskarten kosten für Erwachsene 11,50 Euro, für Kinder bis 13 Jahre 5,50 Euro und für Jugendliche zwischen 14 bis 17 Jahren 7,50 Euro. Familien (maximal drei Kinder bis 13 Jahre) zahlen 23 Euro, ein Gurt ist für 2,50 Euro zu leihen. Hinzukommen bei Bedarf Schuhe (3,50 Euro) und ein Chalkbag (1 Euro). Wer nur sichert, zahlt keinen Eintritt.

(Uli Schaper)


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